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Niere

Wir leben in einem Universum, das von gegensätzlichen Kräften bestimmt ist. Das ist im Menschen nicht anders. Ständig streben zwei Hauptkräfte in entgegengesetzte Richtungen: Anspannung oder Entspannung, Hitze oder Kälte, Bewegung oder Ruhe, Licht oder Dunkelheit. Wenn wir zu lange in eine Richtung gehen und eine Kraft zu stark betonen, werden wir einseitig und sind nicht mehr im Einklang mit der Natur. Gerade in der Vielseitigkeit und in dem ständigen Bemühen, beiden Kräften gerecht zu werden, liegt die Harmonie und dass, was uns im Leben glücklich macht.

Die Jahreszeiten und das Klima auf der Erde werden von der Sonne bestimmt. Heute weiß man, dass das äußere Klima Einfluss auf unseren Gesundheitszustand hat. Außerdem scheint unser Körper sein ganz individuelles inneres Klima zu haben. Dieses innere Klima wird weitgehend vom Element Feuer, von unserem inneren Sonne bestimmt. Diese innere Sonne ist als energetisches, biologisches Feuer zu verstehen und wird im Ayurveda als Agni bezeichnet.

In der Natur lässt Sonne ohne Wasser im Übermaß die Pflanzen vertrocknen. Ist das innere Klima von einem Zuviel an Feuer gekennzeichnet, so äußert sich das in trockener Haut, trockenen Lippen, trockenen Augen und so weiter. Zu viel Wasser (Regen) ohne Sonne lässt in der Natur schwammige Sümpfe entstehen, in denen die Plfanzen absterben. Das gleiche Klima kann sich im menschlichen Körper unter anderem auf die Glieder und Knochen ganz ähnlich auswirken.

In Asien heißt es, dass das Element Wasser auf der Erde vom Mond beherrscht wird und im menschlichen Organismus von den Nieren. Der Mond zeigt uns deutlich, wie die Natur in zwei Richtungen arbeitet, einmal zunehmend aufbauend und dann wieder abnehmend ausscheidend. Wenn wir die Mondrhythmen beachten, die sich innerhalb eines Monats ähnlich auswirken wie die Jahreszeiten, die von der Sonne bestimmt werden, innerhalb eines Jahres, dann leben wir im Einklang mit der Natur.

In Übereinstimmung mit den Jahreszeiten und Mondphasen können wir unserem Körper helfen, sich von allem zu befreien, was ausgeschieden werden muss, damit er dann wieder aufbauen und regenerieren kann. Nieren und Nebennieren sind ständig aktiv, um beiden Richtungen in gleicher Weise gerecht zu werden. Unsere Vorfahren nahmen den Kraftwechsel des Mondes noch sehr viel deutlicher wahr. Für sie waren Neumond und Vollmond wichtige Orientierungspunkte. Zur Zeit des Neumonds war Reinigung, Eintgiftung und sogar Fasten angesagt, denn dadurch konnten gesundheitliche Störungen und Krankheiten sehr wirkungsvoll vermieden werden. Jeder neue, zunehmende Mond, begünstigt Erneuerung und Verjüngung, und zwar in jedem Alter. Allerdings vollziet sich die Regeneration mit zunehmendem Alter immer langsamer und wir kommen nicht umhin, hier ein wenig nachzuhelfen. Nachhelfen können wir zum Beispiel mit einer Nierentee-Kur. Damit sollte man im Rhythmus der Natur nach dem Vollmond beginnen, wenn abnehmende, ausscheidende Tendenzen vorherrschen. Dann werden Aufbau und Regeneration von der zunehmenden Phase begünstigt.

Lebenselexier WASSER

Alle unsere Lebensvorgänge funktionieren nur auf der Grundlage von Wasser. Es wirkt als Lösungs-, Transport- und Reinigunsmittel im menschlichen Organismus. Die Verdauungssäfte bestehen zum größten Teil aus Wasser. Das Blutplasma, also der flüssige Anteil des Blutes, sowie die Lymphe bestehen zu etwa 90 % aus Wasser. 1400 Liter Blut fließen täglich durch unser Gehirn und ermöglichen Denkvorgänge und Gefühle. Und genauso, wie es die Nährstoffe in die Zellen bringt, transportiert Wasser die Stoffwechseldprodukte wieder ab - die Entgiftung des Organismus über Nieren, Darm, Haut und Lunge erfolgt mit Hilfe von Wasser. Knapp 2000 Liter Wasser durchspülen in 24 Stunden allein die Nieren, und der Körper scheidet zwei bis drei Liter aus.

Um all diese Funktionen aufrechtzuerhalten, müssen wir den Flüssigkeitsverlust durch Trinken wieder auffüllen.

 

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